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HYPOS-Blog

Analysesoftware für Wasserstoffgestehungskosten

Im Aufbau einer Grünen Wasserstoffwirtschaft haben HYPOS und seine Mitglieder von Beginn die Wirtschaftlichkeit mitgedacht. Im HYPOS-Projekt H2-Index entwickelte die DBI - Gastechnologische Institut gGmbH ein Konzept für eine Simulationssoftware zur Bewertung von Wasserstoffwertschöpfungsketten. In der Projektfortsetzung H2-Index II wurde dieser Ansatz weitergeführt und zum Projektabschluss eine umfassende Analysesoftware programmiert, um politische Szenarien zu berücksichtigen, Standortoptimierungen vorzunehmen und Gestehungskosten im Detail zu berechnen. Im Abschlussgespräch stellt Dr. Martin Pumpa, Projektleiter im Fachbereich Gasnetze und Gasanlagen der DBI-Gruppe, den Projektverlauf und das Ergebnis vor.

Analysesoftware H2-Index; Bildnachweis: DBI

Analysesoftware H2-Index; Bildnachweis: DBI

HYPOS: Was war die Idee, die zur Initiierung Ihres Projekts geführt hat?

Pumpa: Die positive Resonanz für das Vorgängerprojekt H2-Index hat uns gezeigt, dass hier breites Interesse besteht Berechnungen auch selbstständig durchführen zu können. Leider hat beim ersten Projekt die Zeit gefehlt, die damalige Benutzerschnittstelle zu Ende zu bringen. Im H2-Index II kann der Nutzer nun selber Wertschöpfungsketten erstellen, individuell anpassen und berechnen lassen.

HYPOS: Mit welchen Zielen und Hoffnungen sind Sie in das Projekt gestartet?

Pumpa: Wichtigster Gedanke hinter unserer Arbeit ist es, die Umsetzung Grüner Wasserstoffprojekte zu beschleunigen. Dazu sollte das Thema noch weiter sichtbar gemacht werden. Wir wollten außerdem helfen, die Meinungsbildung bei Entscheidungsträgern positiv zu beeinflussen. Dazu wollten wir ein möglichst nützliches Programm entwickeln, welches mit einer verlässlichen Datenbasis arbeitet und beim ersten Überblick unterstützt, wenn Überlegungen zu Wasserstoffprojekten im Raum stehen.

HYPOS: Welche Innovationen konnten im Rahmen der Projektarbeit erreicht werden?

Pumpa: Im Gegensatz zu anderen Modellierungsplattformen haben wir viel Zeit mit dem Erstellen einer benutzerfreundlichen Oberfläche verbracht, um einen schwellenarmen Zugang zu ermöglichen. Damit ist das Programm für einen breiten Anwenderkreis nutzbar.

HYPOS: Welche Herausforderungen, Hürden oder Überraschungen sind Ihnen während der Projektarbeit begegnet?

Pumpa: Eine Benutzeroberfläche bedeutet mehr Aufwand als wir dachten. Das Potenzial der entwickelten Algorithmen ist enorm. Jedoch wird die Nutzbarkeit von Ergebnissen oft durch eine schlechte Datenlage behindert. Das haben wir mithilfe mehrerer Expertenworkshops und anderer Veranstaltungsformate im HYPOS-Konsortium unter Beteiligung von Unternehmen und Einrichtungen diskutiert und weiterentwickelt.

HYPOS: Worin sehen Sie den langfristigen Nutzen Ihrer Projektarbeit auch nach Abschluss des Projekts?

Pumpa: Die enge Abstimmung mit den Stakeholdern während der Projektlaufzeit hat schon zu wertvollen Impulsen für Weiterentwicklungen geführt. Aktuell wird daher schon der H2-Index III entwickelt und ein komplett neues, wesentlich flexibleres und detailreicheres Tool gearbeitet. Die aktuellen Bestrebungen zu international zugänglichen OPEN DATA Plattformen sind aus genau diesen Gründen, sehr positiv zu bewerten.

HYPOS: Vielen Dank für das Gespräch.

Weitere Informationen zur Analysesoftware erhalten Sie unter H2Index2[at]dbi-gruppe.de

Verschoben auf 09.-11.05.2022

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