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HYPOS-Blog

Institut will Strategien für Wasserstoffwirtschaft voranbringen

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie IMW erforschen und entwickeln Strategien und Instrumente: für den Transfer von Wissen und Technologien zwischen Organisationen und in die industrielle Anwendung. Das Institut und seine Köpfe besitzen ausgewiesene Kompetenzen in den Bereichen Innovations- und Technologiemanagement, Technologieökonomik und Innovationsakzeptanz sowie der Strategieentwicklung und digitalen Wertschöpfung zum Aufbau von Datenplattformen und Geschäftsmodellen sowie zur Begleitung von Transformationsprozessen und des Strukturwandels. Das Fraunhofer IMW blickt auf mehr als fünfzehn Jahre angewandte, sozioökonomische Forschung und Erfahrung in internationalen Projekten am Standort Leipzig zurück. Das Center for Economics of Materials (CEM) ergänzt das Portfolio des Leipziger Standortes Fraunhofer IMW als dessen Außenstelle in Halle (Saale) um seine techno-ökonomische Expertise. Damit ist das Fraunhofer IMW neben dem Standort im Freistaat Sachsen zusätzlich in Sachsen-Anhalt vertreten. Im Gespräch zur HYPOS-Mitgliedschaft mit Dr. Daniela Pufky-Heinrich, Leiterin des CEM, wird u.a. deutlich, worin die vielfältigen Potenziale des Grünen Wasserstoffs liegen.

Dr. Daniela Pufky-Heinrich, Leiterin CEM des Fraunhofer IMW; Bildnachweis: Fraunhofer IMW

HYPOS: Welche Rolle spielt Grüner Wasserstoff für das Fraunhofer IMW?

Dr. Pufky-Heinrich: Wir haben in den letzten Jahren im Rahmen zahlreicher Projekte Branchenexpertise und ein weitreichendes Netzwerk in die Wasserstoffwirtschaft aufgebaut. Fokus war und ist u.a. die Erarbeitung regionaler Potenzial- und Stakeholder-Analysen, die Modellierung von Zukunftsszenarien sowie die Quantifizierung von Wertschöpfungseffekten, um Handlungsempfehlungen mit Blick auf ökonomische, ökologische und regulatorische Rahmenbedingungen geben zu können. Als Bindeglied zu technologieorientierten Forschungseinrichtungen und investierenden Unternehmen der Branche bietet Grüner Wasserstoff als eigenes Forschungsthema zum Methodenaufbau aber auch bei der wissenschaftlichen Begleitung von Technologieinnovationen enormes Potenzial.

HYPOS: Auf welche Weise kann Ihre Branche von Grünem Wasserstoff profitieren?

Dr. Pufky-Heinrich: Die Etablierung innovativer Verfahren, zusätzlicher Infrastruktur und neuartiger Anwendungsfelder bedingt intensive Forschung und Entwicklung, um das Thema Grüner Wasserstoff technologisch und ökonomisch nachhaltig in die Wirtschaft zu bringen. Herausforderung ist die Sektorenkopplung und Vernetzung der Kernbranchen und damit einhergehend innovative Marktzugänge und Geschäftsmodelle. Die Grüne Wasserstoffwirtschaft steht exemplarisch für die sich verändernden Wertschöpfungsnetzwerke. So werden wissenschaftliche Methoden und Expertisen z.B. im Bereich der Modellierung von Stoff- und Energienetzen, der Daten- und Plattformökonomie oder der Akzeptanzforschung spezifisch auf die Bedarfe der Beteiligten der Branche Grüner Wasserstoff entwickelt. Es bietet sich darüber hinaus die Möglichkeit der Skalierung des Methodenportfolios z.B. in die Chemieindustrie, Landwirtschaft oder Pharmazeutische Industrie.

HYPOS: Wo sieht das Fraunhofer IMW die größten Potenziale für Grünen Wasserstoff?

Dr. Pufky-Heinrich: Größtes Potenzial für Grünen Wasserstoff sehe ich als Speicher erneuerbarer Energien zur anschließenden Nutzung, um Energie auch in Dunkelflauten zur Verfügung zu stellen und dort wo eine direkte Elektrifizierung schwer umsetzbar ist, z.B. mittels dezentraler mobiler Versorgungseinheiten. Problematisch anzusehen ist die Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur für Lagerung und Transport und der damit verbundenen Einschränkung in der Verwendung von Grünem Wasserstoff. Deshalb ist die weitreichende Nutzung oftmals nur regional begrenzt ökonomisch sinnvoll und dort wo entsprechende Pipelinenetzwerke vorhanden sind. Ein weiteres Anwendungspotenzial sehe ich in der chemischen Industrie zur stofflichen Nutzung, insbesondere zur Umsetzung von Kohlenstoffdioxid CO2 oder Synthesegas für die Herstellung nachhaltiger Plattform- und Feinchemikalien. CO2 wird vornehmliche Kohlenstoffquelle der Chemischen Industrie und die fossilen Rohstoffe Erdöl, Erdgas und Kohle sukzessive ablösen.

HYPOS: Welche Erwartungen haben Sie an eine HYPOS-Mitgliedschaft?

Dr. Pufky-Heinrich: Zunächst freuen wir uns über intensives Netzwerken und fachliche Anregungen, um unsere Forschungsaktivitäten entsprechend der Bedarfe und Anforderung der Industrie auszurichten. Damit können wir einen essenziellen Beitrag zum Transfer und der Umsetzung der Strategien für eine Wasserstoffwirtschaft leisten.

HYPOS: Vielen Dank für das Gespräch. Weitere Informationen finden Sie hier.

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